Kolloquium - Exoskelette


Die Wirksamkeit von Exoskeletten in der betrieblichen Praxis ist bisher noch weitgehend unbekannt. Dennoch lässt sich beobachten, dass das Interesse am Einsatz von Exoskeletten an industriellen Arbeitsplätzen wächst. In verschiedenen Betrieben haben schon Piloteinsätze stattgefunden.

Auf der Ermächtigungsgrundlage des ArbSchG wurde die Lastenhandhabungsverordnung erlassen, welche diesbezügliche europarechtliche Vorgaben in deutsches Recht umsetzt. Die Verordnung schreibt vor, dass der Arbeitgeber dafür sorgen muss, dass manuelle Lastenhandhabungen, die die Gesundheit der Beschäftigten gefährden vermieden werden.

Sofern dies nicht möglich ist, gilt ein Minimierungsgebot. Hierzu können Exoskelette (am Körper getragene Assistenzsysteme) eine Unterstützung bieten. Das Kolloquium thematisiert die Möglichkeiten der Arbeiten mit Exoskeletten und geht auf die arbeitsschutzrechtlichen Hintergründe der manuellen Handhabung von Lasten ein.

Exoskelette werden in der medizinischen Rehabilitation schon seit längerem erfolgreich eingesetzt - beispielsweise um Rückenmarksverletzten das Gehen wieder zu ermöglichen. Vermehrt kommen jetzt aber auch Exoskelette für den Einsatz an gewerblichen Arbeitsplätzen auf den Markt. Solche Systeme sollen bei anstrengenden Tätigkeiten wie etwa dem Heben von Lasten oder der Überkopfarbeit mechanisch unterstützen.

Die Wirksamkeit von Exoskeletten in der betrieblichen Praxis ist bisher noch weitgehend unbekannt. Dennoch lässt sich beobachten, dass das Interesse am Einsatz von Exoskeletten an industriellen Arbeitsplätzen wächst. In verschiedenen Betrieben haben schon Piloteinsätze stattgefunden.

Da wo bereits Exoskelette eingesetzt werden oder eingesetzt werden sollen, muss in jedem Fall eine Gefährdungsbeurteilung nach Arbeitsschutzgesetz durchgeführt werden. Ein entsprechender Entwurf für eine Gefährdungsbeurteilung für Exoskelette und deren Einsatz hat das Institut für Arbeitsschutz der DGUV (IFA) im Rahmen einer Forschungskooperation erarbeitet.

Eine Leitlinie „Einsatz von Exoskeletten im beruflichen Kontext zur Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention von arbeitsassoziierten muskuloskelettalen Beschwerden“ ist in Arbeit.

Programm:

17.30 Uhr Begrüßung
Dr. Eckhard Müller-Sacks
Arbeitsmediziner, Fachkraft für Arbeitssicherheit,
Clusterleiter B·A·D Gesundheitsvorsorge und Sicherheitstechnik GmbH,
Gesundheitszentrum Düsseldorf

Vorträge:
Was heute noch wie ein Märchen klingt, kann morgen Wirklichkeit sein
Dr. Timo Röver, Referent Technik und Sicherheit Produkt- und Servicemanagement, Zentrale Bonn

Rechtliches zur Lastenhandhabung
Patrick Aligbe, LL. M. (Medizinrecht)
Gesundheitszentrum München

FAQs - Gemeinsamer Erfahrungsaustausch und Imbiss

Ende der Veranstaltung ca. 21.00 Uhr

Zielgruppe

Das Kolloquium richtet sich an alle, die sich im Unternehmen mit dem Thema Gesundheit befassen.

  • Fortbildungspunkte sind bei der Ärztekammer Nordrhein, dem VDSI und CDMP beantragt.
  • Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, daher bitten wir Sie um rechtzeitige Anmeldung.
  • Die kostenfreie Veranstaltung findet im B·A·D-Standort Düsseldorf statt.
  • Getränke und Snacks stehen zur Stärkung während und nach der Veranstaltung bereit.
Referenten
Dr. Eckhard Müller-Sacks, B·A·D GmbH, Düsseldorf
Dr. Timo Röver, B·A·D GmbH, Bonn
Dipl.-Verww. Patrick Aligbe, B·A·D GmbH, Zentrum München Süd, München

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